Brandschutz-Sektionaltore

Brandschutz-Sektionaltore dienen der Abschottung von meist größeren Öffnungen in Gebäudewänden bzw. (Brand-)abschnittstrennenden Wänden, an denen Durchgangsverkehr – z.B. Fußgänger oder Fahrzeuge – für den Geschäftsbetrieb benötigt werden und meist kein ausreichender Platz – aufgrund des Gebäudes oder benötigter Nutzfläche – für eine günstigere Lösung durch ein Brandschutzschiebetor besteht. Eine Alternative stellt hier je nach Anforderung auch das Brandschutz-Rolltor dar.

Aufgrund der großflächigen und in sich stabilen Bauteile sind auch sehr große Ausführungen in Breite und Höhe möglich. Eine verwandte, wenn auch leicht geänderte Ausführung ist das Brandschutz-Hubstaffeltor, bei dem die Torglieder (einzelne Lamellen) senkrecht direkt hinter dem Sturz “gestapelt” werden.

Funktion:

Brandschutz-Sektionaltore öffnen nach oben und sind in Ihrer Funktion sehr ähnlich den Standard-Sektionaltoren. Sie werden abgewinkelt in den Raum oder senkrecht über der Öffnung ausgeführt um die gegebenen Situation möglichst effektiv und raumsparend auszunutzen. Der Torpanzer besteht aus einzelnen Sektionen, die über Scharniere miteinander, übereinander verbunden sind. Die Öffnung des Tores erfolgt aufgrund des großen Gewichtes meist über Ketten bei der der Panzer in Führungsschienen geführt angehoben werden. Aufgrund Ihrer Größe und der üblichen Nutzung durch Personen- und Fahrzeugverkehr und der Verwendung von eines Antriebes mit Feststellung unterliegen sie einer jährliche Prüfpflicht.

Vorteile:

– geräuscharmer Lauf im Vergleich zu anderen Tortypen
– große Designvielfalt – große Verglasung oder vollflächige Farbgebung möglich
– große Ausführungen möglich (in Höhe und Breite)
– Farbgebung vollflächig möglich
– Multifunktional als Dauerfunktionstor – wie Standard-Sektionaltor einsetzbar.

Brandschutz-Sektionaltore werden nach DIN 4102 in Brandschutzklassen unterteilt und gefertigt und unterliegen zur Prüfung folgenden Normen und Vorschriften.

  • DIN 18095 für rauchdichte Ausführungen
  • überwachte Fertigung durch das DIBt
  • DIN 14677 bei zusätzlicher Verwendung von Feststellanlagen

 

Bestandteile von Brandschutz-Sektionaltoren

Sektionaltorpanzer / Torbehang

Das Torblatt besteht aus mehreren waagrechten Sektionen identisch dem „normalen“ Sektionaltor.  Die Sektionen unterteilen sich in Bodensektion, Mittelsektionen und Topsektion. Die einzelnen Sektionen sind je nach Bauart durch Ketten oder spezielle Bänder verbunden und werden seitlich durch gelagerte Laufrollen Führungsschienen geführt werden. Die Lamellen werden in Stahl gefertigt und mit nicht brennbarem Material (meist Kalziumsilikat) gefüllt.

Führungsschienen

Die Führunsschienen sind meist aus verzinktem Stahl oder Aluminium gefertigt. Für die Montage müssen Untergrund und Art entsprechend der jeweiligen Zulassung ausgeführt werden. Die Führungsschienen sind in C-Form gefertigt, um die seitliche Bewegung der Torelemente zu verhindern.

Antrieb
Der Antrieb bewegt das Brandschutz-Sektionaltor in der Öffnungsbewegung und besteht aus einem Motor und dem Getriebe. Hier finden sich Direktantrieb (auch Aufsteckantrieb), mit Montage des Antriebes direkt auf der Welle und Kettenantriebe Verwendung.  Die Offenhaltung der Toranlage erfolgt über Haltemagnete als Teil der Feststellanlage, welche entweder zusätzlich oder im Antrieb integriert vorkommen.
Das Schließen der Toranlage muss selbstständig, aus eigener Kraft gewährleistet sein, was meist über die Nutzung des Eigengewichtes des Torpanzers erfolgt.

Sicherungseinrichtung
Neben den Brandmeldern, die für die brandschutzrelevante Überwachung der Anlagebereiche zuständig sind ist aufgrund der geringen Geschwindigkeiten und Massen meist keine weitere Absicherung der Anlage notwendig.
Um jedoch Schäden aufgrund des Schließvorganges an der Anlage selbst, oder einem/einer im Schließbereich befindlichen Gegenstand oder Person zu vermeiden, können die Abschlussleisten auch mit einer zusätzlichen Sicherheitsleiste überwacht werden, die den Schließvorgang beendet und die Anlage revisioniert

Steuerung und Bedienelemente
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Ansteuerung von flexiblen Systemen sowie eine Vielzahl von Bedienelementen, welche in Abhängigkeit von der Nutzung der Anlage ausgeführt werden müssen, um den geltenden Vorsachriften zu entsprechen.
Genauere Informationen finden Sie auf unserer Info-Seite zum Thema Steuerungsanlagen.